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Jahreshauptversammlung 2010

Einsatzzahlen dramatisch gestiegen, rund 14.000 Stunden geleistet

- Freiwillige Feuerwehr Löschbezirk Losheim legt Bilanz 2010 vor -

 

Zur Jahreshauptversammlung 2010 konnte Löschbezirksführer Andreas Brausch  neben den aktiven Mitgliedern des Löschbezirkes Losheim auch zahlreiche Mitglieder der Altersabteilung in der Feuerwache Losheim willkommen heißen.

Weiterhin begrüßen durfte er Bürgermeister Lothar Christ, Kreisbrandinspekteur Stefan Buchmann, Gemeindewehrführer Siegbert Bauer, Ehrenamtswehrführer Alfred, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Georg Flesch, und Ortsvorsteher Stefan Palm.

Andreas Brausch informierte in seinem Jahresbericht über Einsätze, Übungen, Anschaffungen, Veranstaltungen und Personalveränderungen des Löschbezirks im abgelaufenen Jahr 2010.

Der Löschbezirk Losheim rückte im Jahr 2010 zu insgesamt 122 Einsätzen, dies war knapp unter der bisherigen höchsten Anzahl von 126 Ende der 90-er Jahre, aus.

Auch im abgelaufenen Jahr galt es, wie schon in den Vorjahren, wieder mehr Technische Einsätze, insgesamt 86, als Brandeinsätze, 19, abzuarbeiten.

Zusätzlich musste man zu 4 Einsätzen mit Tieren/Insekten, 4 sonstigen Einsätzen, 2 blinden Alarmen und 7 Alarmierungen über Brandmeldeanlagen ausrücken. Die Vielzahl der technischen Einsätze resultiert aus den zahlreichen Einsätzen aufgrund mehrmaligen Schneebruchs Anfang und Ende des Jahres, dem Sturmtief „Xyntia“ und dem kleinen Tornado in der Ortsmitte von Losheim im Juli 2010. 

Von den 122 Einsätzen rückte man insgesamt 25 mal zu nachbarlichen Hilfen innerhalb der Gemeinde, aber auch in benachbarte Gemeinde und Städte aus. 

Bei den Einsätzen konnten 6 Personen gerettet werden, glücklicherweise mussten keine toten Personen geborgen werden. 

Die Einsatzzeiten lassen erkennen, dass insgesamt 33 Einsätze während der Tages- bzw. Arbeitszeit zwischen 6.00 Uhr und 18.00 Uhr absolviert werden mussten. Hier gilt es Dank zu sagen an alle Betriebe, die ihre Mitarbeiter für den „Dienst am Nächsten“ freistellen und natürlich auch die selbständigen Feuerwehrleute, die ihre Betriebe „im Stich lassen“. Brausch appellierte trotzdem nochmals an alle Betriebe, die Mitarbeiter für die Einsätze freizustellen, denn nur so ist eine schnelle und effektive Hilfe möglich. 

Insgesamt waren bei den 122 Einsätzen im abgelaufenen Jahr 1.052 Einsatzkräfte  1.164 Stunden im Einsatz, 610 Mann mussten zusätzlich 457 Bereitschaftsstunden aufbringen. 

Zu den Einsatzstunden kommen noch die zahlreichen Übungsstunden und Schulungen der einzelnen Gruppen, sowie die Ausbildung bei Lehrgängen auf Gemeinde- und Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule in Saarbrücken. Natürlich darf man die Jugendfeuerwehr hier nicht vergessen, die im Jahr 2010 insgesamt rund 2.300 Stunden vorzuweisen hat.

Sehr viel Zeit musste erneut auch wieder von den Geräte- und Fahrzeugwarten, den Atemschutzgerätewarten, sowie deren Helfern, aufgebracht werden (rund 3.100 Stunden), denn die Wartung, Instandhaltung, Reparatur, Pflege und Prüfungen der Gerätschaften und Fahrzeuge nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Immerhin wird in Losheim ein Großteil der Geräte der gesamten Gemeinde repariert und geprüft.

Auch müssen alle Atemschutzgeräteträger eine Belastungsübung auf der Belastungsanlage über sich ergehen lassen, die in von allen Atemschutzgeräteträgern aus den Gemeinden Losheim am See, Weiskirchen, einem Teil von Beckingen und der Stadt Wadern jährlich in Losheim absolviert werden. 

Insgesamt haben in Losheim die Feuerwehrleute etwa 14.000 Stunden für den Dienst am Nächsten freiwillig geopfert. 

Der Personalstand im Löschbezirk ist erfreulicherweise stabil geblieben. So verzeichnet die Aktive Wehr mit 64 Mitgliedern einen leichten Abgang von 1 Person, bei einem Anstieg des Personals in der Jugendfeuerwehr um 2 Mitglieder auf insgesamt 31. Der Altersabteilung gehören weiterhin 28 Mitgliedern an. Natürlich sind jederzeit neue Mitglieder in der aktiven Wehr und auch in der Jugendfeuerwehr willkommen, im Gegenteil, es wird immer Personal gesucht, denn Verluste, sei es durch Übertritte in die Altersabteilung bzw. aus der Jugendfeuerwehr in die Aktive Wehr oder Austritte müssen kompensiert werden. 

Erwähnenswerte größere Neuanschaffungen in 2010 waren vor allem ein neuer stärkerer Rettungsspreizer, ein mobiler Rauchschutzvorhang, ein Notebook für den Einsatzleitwagen und natürlich die neue Wärmebildkamera. 

Wie Andreas Brausch in seinem Bericht erläuterte, wurden die Renovierungsarbeiten in der Feuerwache in 2010 fortgesetzt, so wurde das Schettdach über der Fahrzeughalle komplett erneuert, die Fenster ausgetauscht, eine neue Elektroverteilung installiert und in diesem Zusammenhang die Fahrzeughalle z.T. mit neuer Elektrik versorgt.

In diesem Zusammenhang erwähnte er noch, dass die Funkzentrale mit eigenen finanziellen Mitteln und auch Spenden umgebaut wurde, um bei Großschadenslagen von hier aus selbständig die Einsätze zu koordinieren, da dies über die Haupteinsatzzentrale in Saarbrücken nicht vollumfänglich abgearbeitet werden kann. 

Brausch dankte allen politisch Verantwortlichen in der Gemeinde Losheim am See und dem Bürgermeister für die Bereitstellung der finanziellen Mittel im abgelaufenen Jahr, sowohl für die erwähnten Neuanschaffungen, wie auch für die notwendigen Reparaturen. Gleichzeitig bat er darum, weitere finanzielle Mittel für die Instandsetzung des Außenputzes und ggf. neuer Tore bereitzustellen, denn nur so macht die energetische Sanierung des Daches und der Austausch der Fenster erst richtig Sinn. 

Löschbezirksführer Andreas Brausch bedankte sich bei den Kameraden Peter Leinenbach und Jörg Krämer, unter deren Führung die jährliche Brandschutzerziehung in den Losheimer Schulen, sowie im Kindergarten mit Unterstützung einiger weiterer Feuerwehrkameraden durchgeführt wurde. Ebenso besuchten etliche Gruppen der Kindergärten und Schulen aus der gesamten Gemeinde die Feuerwache, wo den Kindern und Jugendlichen die Angst vor der Feuerwehr genommen wurde. Auch wurden von diesen Personen in ihrer Freizeit Brandschutz- und Feuerlöscherunterweisungen für verschiedene Losheimer Betrieben durchgeführt.

Er dankte auch den Kameraden, die sich im ABC-Zug und in der Höhenrettungsgruppe des Landkreises Merzig-Wadern zusätzlich engagieren, denn dies bedeutet zusätzlich Ausbildungen, Schulungen und Übungen.

Dank galt auch den Verantwortlichen, die für die Internetpräsenz und Pressearbeit verantwortlich sind, denn die Homepage www.ffw-losheim.de  ist ständig auf dem aktuellsten Stand und, wie die Zahlen zeigen, wird sie sehr stark „besucht“, ebenso sind regelmäßig Berichte über die Arbeit im Löschbezirk in den verschiedenen Medien zu finden. 

Stefan Scheid, Vorsitzenden des Brandschutz-Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr (BF-FFW) Löschbezirk Losheim  e.V., berichtete kurz über die Aktivitäten des Vereins und wies nochmals daraufhin, verstärkt Mitglieder zu werben, um den Verein finanziell zu unterstützen. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist man immer mehr gezwungen eigene erwirtschaftete Mittel für die Anschaffung von Gerätschaften, Bekleidung u.s.w. für den Feuerwehrdienst zu investieren.

Hierfür werden die Beiträge und Spenden, der Verein ist auch berechtigt beim Finanzamt anerkannte Spendenbescheinigungen auszustellen, verwandt. Der Verein informiert auch die Bürger regelmäßig im Bereich Brandschutz und steht für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Zum Abschluss seines Berichtes übergab er an die Jugendbetreuerin noch mehrere Wissensspiele „Feuerwehr“ für die Ausbildung der Jugendlichen.

Auch die Jugendbetreuer hatten noch eine Überraschung parat. Sie bedankten sich mit einem Geschenk beim Löschbezirksführer Andreas Brausch für die rund 20 Jahre als Jugendbetreuer im Löschbezirk, dessen Posten er Anfang des Jahres 2010 abgab. 

Gemeindewehrführer Siegbert Bauer bedankte sich, ebenso wie Bürgermeister Lothar Christ, Kreisbrandinspekteur Stefan Buchmann, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Georg Flesch und Ortsvorsteher Stefan Palm in Ihren Gastreden bei den Feuerwehrkameraden von Losheim für den hervorragenden Ausbildungstand und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr und sagten Ihre Unterstützung im Rahmen der immer geringer werdenden finanziellen Mittel zu. Auch der Kreisbrandinspekteur sieht für die Zukunft eine personelle Problematik auf alle Feuerwehren zukommen, gerade in der Einsatzbereitschaft während der Tageszeit, da kaum noch Einsatzkräfte in Ihren Wohnorten arbeiten.

 

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